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Sardinien - Die BARBAGIA |
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Barbagia wird die
Landschaft genannt, die sich südlich von Dorgali bis zu
Arbatax erstreckt. Mit dem höchsten Punkt Sardiniens, der
"Punta La Marmora" im Gennargentu und dem Supramonte
vielfältige Landschaftstypen - eine
weiträumige Gebirgsregion mit unzähligen Strassen zum
Entdecken. Ausflüge : Das Supramonte im Norden der Barbagia ist ein extrem verkarstetes Gebiet mit mesozoischen Kalken. Die Höhenzüge erreichen über 1000 m und gipfeln mit dem Monte Corrasi (1443 m). Durch die weißen Steilwände und Hänge weithin sichtbar. "Berühmtheit" erreichte das Massif durch die Hirtenbanditen mit zahlreichen Blutfehden, Entführungen und Rachakten gegen Clanmitglieder. In diesem Zusammenhang erhielten die Wörter "Vendetta" (Rache) und "Omerta" (Schweigepflicht) eine besondere Bedeutung. Bis auf wenige Ausnahmen - es gibt hin und wieder Fälle von Blutrache oder andere Aktionen - gehört dies der Vergangenheit an. Gerne vorgeführt wird das "Banditenstädtchen" Orgosolo mit seinen Wandmalereien (Murales) die eine Art Protest und Aufschrei darstellen. Hin und wieder werden dessen Einwohner wie auf einem Teller präsentiert. Durch die extreme Verkarstung entstanden unzählige Höhlen, die nicht nur den Hirtenbanditen als Versteck dienten, sondern große Karstquellen birgt. ![]() Die Quelle mit
der
größten
Schüttung Sardiniens (Su
Gologone) entspringt hier . Aus
einem
großen Spalt dringt tiefes, blaugrün schimmerndes
eiskaltes
Wasser, daß anschließend in einem kleinem
rauschenden Bach
abfließt. Wenige
Meter weiter
wird der Bach ruhiger und
fließt durch einen kleinen Wald, der zum Verweilen und
Picknick
einlädt. Lange Zeit war der Aufenthalt im
weiträumigen Eukalyptushain umsonst, jetzt ist der Zugang zum
Quellgebiet kostenpflichtig.
Dafür gibt es Bänke und Tische in
einem gepflegten Areal und
für die kleine Erfrischung oder den Espressso eine kleine Bar
in einer Holzhütte. Die
Quelle befindet sich unweit des gleichnamigen
Hotels.
Das Hotel ist eines der meist bekannten auf Sardinien und schon seit
langer Zeit wegen seiner Spanferkel berühmt. Unweit des Hotels
befindet sich auf dem Monte Tiscali ein Nuraghendorf, daß in
einer großen teilweise eingebrochenen Karstöhle
gegründet
wurde.
* Der Tunnel war früher eng und niedrig und im Deckenbereich fast zu schmal für größere Wohnmobile. Seit einigen Jahren gibt es einen parallelen bretiteren Tunnel mit modernerem Standard. Der alte Tunnel ist noch für Fußgänger und Farhrradfahrer geöfnnet. Ist man schon in dieser Gegend, lohnt auch ein Abstecher zur Cala Gorrupu, die spektakulärste Schlucht in Sardinien. Die Anfahrt von Dorgali aus ist nicht leicht zu finden, aber mit einer detaillierten Straßenkarte sollte das kein Problem sein. Allerdings ist der Einstieg oder die Durchquerung der Schlucht nur etwas für Erfahrene mit der richtigen Ausrüstung. Näheres auch im Rother Wanderführer Sardinien.
Auch ein Abstecher nach Orosei in der benachbarten Region BARONIE lohnt sich! Orte:Nuoro bildet das Verwaltungszentrum der Gegend und hat knapp 40.000 Einwohner. Die Stadt ist traditionell geprägt und ist die Herkunft bekannter Persönlichkeiten: Schriftstellerin Grazia Deledda (Nobelpreisträgerin Literatur 1926), Schriftsteller Salvatore Satta (Der Tag des Gerichts, 1977). Der Hausberg (Monte Ortobene) ist knapp 990 m hoch und dient den Einwohnern als "Sommerfrische", Steineichenwälder und Picknicktische laden zum Verweilen ein. Das Kennzeichen des M. Ortobene ist die weithin sichtbare Redentore Statue. Jährlich am 29. August findet eine Prozession statt, deren Ziel diese Statue ist. Die Sagra del Redentore ist eine bedeutende religiöse Veranstaltung wobei unzählige Pilger zur Statue marschieren um einen Zeh zu küssen. Naher wird in den Hainen der Kirche Nostra Signora di Montenero nahe der Statue gefeiert. Abends verlagert sich alles zum Amphitheater der Stadt mit Tanz-, Dichter- und Sängerwettstreit. Dorgali: Von weitem erscheint das größere Dorf an den Hang geklebt. Es ist eine gut Ausgangslage für Touren in die Cala Gorropu und ins Sopramonte. Rund herum werden gute Rotweine angebaut. |
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